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Die nächste Blase

Der Gründungsväter und -mütter des Elbtalers trieb auch die Frage nach der Stabilität unseres Finanzsystems um. Allerdings wollte dies vor 2008 kaum jemand hören. Erst seit 2008 wird die Idee des Elbtalers nicht mehr nur als „Spinnerei“ angesehen, sondern zunehmend als Teil einer Lösungssuche akzeptiert. Dennoch flacht das Interesse am Thema Regiogeld derzeit wieder ab: Griechenland scheint „gerettet“, die Diskussion um Euro-Bonds ist verschwunden, seitdem keine neuen Krisenländer aufgetaucht sind. Doch die Ruhe ist trügerisch.

Spiegel Online hat ein Interview mit William White geführt, in welchem dieser warnt, dass die Finanzkrise alles andere als überstanden ist. Dass außer schönen Ankündigungen und Versprechungen von Bankvorständen nicht viel Grundsätzliches passiert ist. Die Schwankungen der Preise für Aktien, Rohstoffe oder Gold sieht William White eher als Anzeichen einer neuen Blase, die ihre Ursache in den Rettungsversuchen der Zentralbanken hat. Immerhin wurde in den vergangenen Jahren
massiv neues Geld in die Welt gebracht (erkennbar an den verlängerten Bilanzen der Zentralbanken).

In Dresden sind die Auswirkungen der Finanzblase bereits spürbar: Die Preise für Immobilien steigen stark und mit ihnen die Mieten. Ursache dafür ist, dass immer mehr Geld in Immobilien fließt, um Turbulenzen im Finanzsystem auszuweichen: So mancher glaubt sein Geld in „Betongold“ besser angelegt als auf den Konten der Banken. Eben auch in Dresden.

Was passiert, wenn diese Blase, von der William White spricht, platzt, ist unsicher. Wahrscheinlich ist, dass erneut Banken in Schieflage geraten, vielleicht wieder mit staatlichem Geld gestützt werden müssen, damit die Einleger (also auch „Sparer wie du und ich“) nicht ihre Einlagen abschreiben müssen. Im Nachgang werden dann vielleicht die Banken weniger Kredite vergeben und die Zinsen steigen. Für Unternehmen kann dies tödlich sein.

Solche Entwicklungen sind nicht im Interesse der Mitglieder des Förderverein Elbtaler e.V. Wir wollen eine berechenbare Wirtschafts-Situation, in der unternehmerisches Handeln möglich ist. Auch im Interesse der Bürger der Region, denn nur gesunde Unternehmen stellen Arbeitsplätze und liefern Waren und Dienstleistungen. Der Elbtaler, so unsere berechtigte Hoffnung, soll dazu beitragen, Turbulenzen im Euro-System abzumildern, indem eine Währungs-Alternative verfügbar ist: Eine Alternative, die Geld bereitstellen kann, wenn es benötigt wird und Wirtschaftskreisläufe stabilisiert. Damit unsere Region und ihre Unternehmen weniger getroffen wird, falls die nächste Blase platzt.

Elbtaler-Newsletter Juni 2013

Mit diesem Newsletter möchten wir Sie über die vergangen Aktivitäten und den nächsten Terminen rund um den Elbtaler informieren.

Es gibt ein neues Interview mit eines unserer Unternehmen, von uns vorgestellt, für Sie zum Kennenlernen. Im zweiten Interview stellt der Elbtaler das traditionelle Familienunternehmen Pestel Optik aus der Königsbrücker Straße in der Dresdner Neustadt vor.

Der Hof Mahlitzsch, ein großer Demeter-Hof bei Nossen, mit an die 30 Mitarbeitern und 3.000 Kunden hat Interesse gezeigt den Elbtaler zu unterstützen und ebenfalls mitzumachen. Wir sind zuversichtlich, das wir mit dem Hof Mahlitzsch als Partner einen großen Schritt machen werden. An diesem Samstag, den 22. Juni, feiert der Hof seinen 20.Geburtstag. Wer diesen außergewöhnlichen Hof mit Führungen und Programm kennen lernen möchte ist herzlich eingeladen an diesem Tag nach Mahlitzsch zu kommen. Wir vom Elbtaler werden ebenfalls mit Info-Stand und Kurzfilmen vor Ort sein. Beginn 14Uhr.

Aus den Elbtaler-Aktivitäten heraus hat sich nun ein Elbtaler-Akquise-Team gebildet. Dieses Team hat es sich zur Aufgabe
gemacht, fleißig neue Unternehmen für den Elbtaler zu gewinnen. Es werden derzeit neue Materialien erstellt, Fyler verteilt und Unternehmen direkt auf den Elbtaler angesprochen.

Jedoch müssen wir auch dazu sagen, das die Akquise ein zähes Geschäft ist. Aus unseren Erfahrungen heraus wissen wir, das ein Unternehmen, das trotz gezeigten guten Willens und Interesse an die 6 bis 12 Monate braucht bevor es offiziell am Elbtaler teilnimmt. Diese Zeit müssen wir den Unternehmen auch geben, um für sich das Thema setzen zu lassen, und bis ebenso der Moment kommt, wo das Tagesgeschäft Luft für neue Ideen lässt.

Vor paar Tagen wurde das 41. Unternehmen beim Elbtaler begrüßt und dessen Online-Konto eröffnet. Aktuell sind damit 11.000 ET geschaffen wurden.

Der Elbtaler wächst, jedoch auch langsam. Was auch sein Gutes hat. Dennoch können wir jede Unterstützung gebrauchen. Sie kennen einen Friseur, einen Bäcker, eine Werkstatt, oder ein anderes Unternehmen, das möglicherweise beim Elbtaler mitmachen würde? Teilen Sie uns das bitte mit! Sprechen Sie Unternehmen, die sie persönlich kennen auch ruhig einmal auf den Elbtaler an! Sie würden uns damit sehr helfen.

Zur Zeit sind wir auch mit der Vorbereitung zweier Veranstaltungen beschäftigt, welche wir zusammen mit dem Deutschen Hygienemuseum für September planen. Einmal ein Kinder- und Aktionstag zum Thema Reichtum am 15.September und ein Vortragsabend mit Prof. Margrit Kennedy am 5. September. Den Vortragsabend im Hygienemuseum sollten Sie nicht verpassen!
Parallel zu den ganzen Aktivitäten wird auch der RegionalAtlas unermüdlich weiter entwickelt. Momentan entwickeln wir einen Filter für die Karte und die Generierung eines Elbtaler-Teilnehmerheftes.

Und zum Schluss, diesen Mittwoch, am 19. Juni, findet ab 18:00 Uhr die nächste „Elbtaler-Sprechstunde“ statt. Im Elbtaler-Büro gibt es dann die Gelegenheit beim Elbtaler rein zuschauen, uns kennen zu lernen und zu erfahren, was gerade so beim Elbtaler passiert. Eine offenes Büro, zum Plaudern und Vorbei schauen. Die „Elbtaler-Sprechstunde“ findet ab sofort jeden 3.Mittwoch eines Monats in unserem Büro am Fetscherplatz statt. Neugierige sind herzlich willkommen.

Alle Termine finden Sie noch einmal unter:
www.elbtaler.de/termine

Mit freundlichen Grüßen
Förderverein Elbtaler e.V.

„Peak Oil“ und Elbtaler

„Wann geht uns das Erdöl aus?“ – Diese Frage geht am Kern vorbei. Der Tag, an dem der letzte Tropfen gefördert wird, liegt in ferner Zukunft. Viel früher jedoch können die Liefermengen von Erdöl nicht mehr mit dem Bedarf Schritt halten. Das Erdöl-Zeitalter endet also bereits lange vor dem Ende des Öls. Dieser Punkt, der sogenannte „Peak Oil“ und seine Auswirkungen auf Sachsen sind Schwerpunkt der Studie von Norbert Rost, die von der GRÜNEN-Landtagsfraktion in Auftrag gegeben wurde.

Freitag, der 24.05., 19.00 Uhr
Ort: Atelier MöbelUnikate (Dresden/Neustadt, Oschatzer Straße 5)

An diesem Abend wird Eva Jähnigen die Studie „PEAK OIL – Herausforderung für Sachsen“ vorstellen. Die Studie zeigt auf, wie abhängig Sachsen und unser Leben vom billigem Erdöl ist, und warum in naher Zukunft Erdöl immer teurer werden wird. Im Anschluss wird Norbert Rost auf den Elbtaler eingehen, als einen Baustein zur Bewältigung dieser Herausforderung.

Eva Jähnigen
Landtagsabgeordnete Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN

Norbert Rost
regionalentwicklung.de
Vorstand Förderverein Elbtaler e.V.

vorgestellt: Pestel Optik

Gegenwärtig akzeptieren etwa 40 Unternehmen in der Region Dresden den Elbtaler. Hier stellen wir Sie Ihnen vor.

Im zweiten Interview stellt der Elbtaler e.V. das traditionelle Familienunternehmen Pestel Optik aus der Königsbrücker Straße in der Dresdner Neustadt vor. Unsere Interviewpartner sind Geschäftsinhaberin Gabriele Göhler und Ulrich Göhler, beide Augenoptikermeister.

ELBTALER: Wie kamen Sie zu dem Beruf des Augenoptikers? Wie haben Sie angefangen?

Gabriele Göhler: Bei mir ist der Beruf direkt in der Familie weitergegeben worden. Ich bin ja bereits die 5. Generation und habe den Beruf sozusagen mit der „Vatermilch“ aufgesogen. Schon als Kind war ich bei den Eltern in der Werkstatt oder im Geschäft. Und da bekam man ja eine Vorstellung von dem Beruf und das ist auch ein Grund, warum ich mich dafür entschieden habe. Nach der Schule dann die Lehre, das war ja zu DDR-Zeiten so üblich. Und nach zwei Gesellenjahren habe ich die Meisterschule besucht in Jena. Dann ist mein Sohn geboren worden. Im Jahr 1986 bin ich dann wieder eingestiegen und habe das Geschäft meines Vaters übernommen.

Ulrich Göhler: Ich wollte nicht unbedingt Optiker werden, aber für mich hat sich eigentlich nie wirklich die Frage nach dem Beruf gestellt. Als Kind wollte ich zwar gerne in die Land- oder Forstwirtschaft. Aber ich hatte auch den Einblick in das Geschäft hier, bin also vorgeprägt, und wollte gern die Tradition des Unternehmens weiterführen. Und das habe ich bis jetzt nie bereut.

ELBTALER: Kommen Sie ursprünglich aus Dresden? Seit wann gibt es ihr Unternehmen?

Gabriele Göhler: Ja, ich komme aus Dresden. Mein Ururgroßvater kam aus Leipzig und hat sich 1833 hier in Dresden selbstständig gemacht als Optikus und Mechanikus. Er hat zum Teil noch die Linsen selber geschliffen.

ELBTALER: Woher beziehen Sie die Linsen heute? Arbeiten Sie mit regionalen Anbietern zusammen?

Gabriele Göhler: Wir bekommen die Linsen bzw. Brillengläser seit vielen Jahren schon fertig von der Industrie, welche wir dann noch randbearbeiten. Seit 2006 beziehen wir unsere Brillengläser aus Rathenow. Nach der Wende haben wir uns erst einmal umgeschaut und bei verschiedenen, großen Firmen Gläser eingekauft. Aber uns hat die Zusammenarbeit mit Rathenow besser gefallen. Deshalb sind wir zur Firma „Ophthalmica“ gewechselt. Das ist eine kleine Firma und wir haben einen persönlichen Ansprechpartner. Sie liefern eine sehr gute Qualität und sind nicht ganz so teuer.

Ulrich Göhler: Ja, man kann schon sagen, es ist ein regionaler Anbieter. Es gibt für uns momentan keinen anderen Anbieter, der näher ist.

ELBTALER: Auf welche Bereiche der Augenoptik ist ihr Geschäft spezialisiert?

Gabriele Göhler: Wir sind unter anderem darauf spezialisiert, Winkelfehlsichtigkeit zu vermessen und zu korrigieren mit der Mess- und Korrektionsmethode nach Hans-Joachim Haase. Da die Augenmuskeln im entspannten Zustand nicht immer parallel stehen, bilden die Sehachsen einen Winkel zu einander. Es ist oft ganz elementar für das Wohlbefinden des Brillenträgers, dass diese Tatsache berücksichtigt wird.

Ulrich Göhler: Für die Winkelfehlsichtigkeit gibt es auch einen Fachbegriff, der ursprünglich aus dem englischsprachigen Raum kommt. Er heißt assoziierte Heterophorie. Dieser Bereich der Optometrie ist in Deutschland fachlich umstritten, was allerdings berufspolitische Ursachen und Hintergründe hat. Wir und viele unserer Kunden sind von der Wirkungsweise überzeugt, sonst würden wir es nicht anbieten.

Gabriele Göhler: Des Weiteren verkaufen wir vergrößernde Sehhilfen. Da haben wir eine gute Auswahl. Eine Kontaktlinsenanpassung bieten wir für weiche und formstabile Linsen an.

ELBTALER: Können Sie sagen, welche Kunden kommen zu Ihnen? Worin legen Ihre Kunden besonderen Wert?

Gabriele Göhler: (lacht) Ja, ich sage immer, das sind „introvertierte Intellektuelle“. Ganz eindeutig. Also, diese Kunden wollen persönlich beraten werden und individuell abgestimmt auf ihren Typ eine Brillenfassung. Es soll oft nichts vordergründig Modisches sein.

Ulrich Göhler: Ja genau und möglichst ein Brillenbügel ohne Label.

Gabriele Göhler: Man kann sagen, es sind langjährige Kunden, die immer wieder kommen. Zu uns kommen mehr Kunden auf Empfehlung, als Laufkunden.

ELBTALER: Gibt es auch spezielle Angebote für Kinder?

Gabriele Göhler: Ja, wir bieten auch Kinderoptometrie an, besonders für Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche. Wenn die Augenmuskeln einen unterschiedlichen Querschnitt haben oder von der Länge her etwas abweichen, dann kommen die Bilder vom rechten und linken Auge im Gehirn nicht anstrengungsfrei zur Deckung. Dann brauchen die Kinder viel länger, um ein Wort lesen zu können. Sie sind etwas langsamer als die anderen Schüler im Klassenverband. Das führt zu Schwierigkeiten im Schulalltag. Manchmal haben sie Kopfschmerzen, kleinere Kinder auch Bauchschmerzen. Aber im Allgemeinen kommt es zu Konzentrationsproblemen.

ELBTALER: Konzentrationsschwäche kennt man ja auch als Erwachsener…

Gabriele Göhler: Ja, das zieht sich von den Studenten bis zu den Erwachsenen. Die haben zwar nicht zwangsläufig Kopfschmerzen, aber Konzentrationsprobleme. Die positiven Auswirkungen der prismatischen Brillenkorrektion stellen sich bei Kindern im Normalfall nach kurzer Eingewöhnungszeit ein. Aber bei Erwachsenen, die z.B. im Studium vor dem Diplom stehen, also großen Stress haben, sofort. Wenn sie die Brille aufhaben, merken sie sofort, dass sie sich 5, 6 oder 7 Stunden auf ihre Arbeit konzentrieren können. Vorher mussten sie nach zwei Stunden eine längere Pause einlegen.

Ulrich Göhler: Das sind zum Teil auch Extremfälle.

Gabriele Göhler: Aber davon hatten wir schon einige. Die sind dann sehr dankbar.

ELBTALER: Was hat sich in den letzten Jahren in Ihrer Branche geändert?

Gabriele Göhler: Es gibt inzwischen einige Weiterbildungsangebote für Augenoptikermeister. Dabei werden sie intensiver im Bereich der Optometrie ausgebildet, d.h. Krankheiten und deren Erscheinungsbilder werden tiefgründiger besprochen. Dadurch sind die Augenoptiker in der Lage, spezielle Funktionstests sowie Vorsorgeuntersuchungen anzubieten, so wie es in England der Fall ist.

Ulrich Göhler: In englischsprachigen Ländern ist der Optometrist die erste Anlaufstelle. Er führt verschiedene Siebtests durch und entscheidet dann, ob der Kunde an einen Augenarzt oder Augenoptiker vermittelt wird.

ELBTALER: Was ist ihre größte Herausforderung im Unternehmen?

Gabriele Göhler: Unsere Netzwerke müssten noch weiter ausgebaut werden. Sie sind sehr wichtig.

Ulrich Göhler: Potentielle Kunden müssen noch besser aufgeklärt werden über die Probleme bei nicht optimalem, beidäugigem Sehen, welche durch eine Lasik-OP nicht behoben werden oder nach einer Kataraktoperation auftreten können.

ELBTALER: Welche Kooperationspartner haben sie?

Gabriele Göhler: Das sind unter anderem Ergotherapeuten, Logopäden, Kinderärzte, Lehrer, Grundschullehrer und Psychologen.

ELBTALER: Warum machen Sie beim Elbtaler mit? Was erhoffen Sie sich für Ihr Unternehmen davon?

Ulrich Göhler: Der Gewinn für unser Unternehmen steht hierbei eher im Hintergrund. Es geht vielmehr um sozialen Frieden und größere Unabhängigkeit unserer Region vom globalen Handel. Dieser kann nur reibungslos funktionieren, wenn es keine Währungskrisen oder -crashs gibt. Unser heutiges Geldsystem wirkt destabilisierend. Geld in der Wirkungsweise von Regionalgeld kann z.B. nicht gehortet und als Machtinstrument missbraucht werden, da es nicht über den Zinseszinseffekt anhäufbar ist. Ein derartiges Auseinanderdriften zwischen Arm und Reich ist unmöglich. Eine Spekulation mit dieser Geldart lohnt sich nicht, sondern es bleibt fest mit der Realwirtschaft verknüpft. Da ich mich seit längerem mit dem Thema Geld auseinandersetze, bin ich zwangsläufig auf den Elbtaler im Internet gestoßen.

Gabriele Göhler: Ich hatte schon das Buch von Margaret Kennedy „Geld ohne Zinsen und Inflation“ gelesen. Und dann hatten wir eine Einladung für eine Elbtaler-Veranstaltung im Umweltzentrum Schützengasse bekommen. Seit dem sind wir dabei.

ELBTALER: Welches Unternehmen fehlt noch beim Elbtaler?

Ulrich Göhler: Bio-Lebensmittelmärkte, die besonders viele regionale Produkte anbieten. Bäckereien, Restaurants sowie Bars, die z.B. Bier der Neustädter Hausbrauerei ausschenken. Wenn auf stillgelegten Agrarflächen der Umgebung z.B. auch Industriehanf angebaut würde, hätte man eine regionale Ressource, die als Grundlage für schier unzählige Produkte zur regionalen Verarbeitung verwendbar wäre. Dafür ist der Elbtaler als regionales Tauschmittel ideal geeignet.

ELBTALER: Vielen Dank für das ausführliche Interview!

Interview: Manuela Weiße

dieses Unternehmen im RegionalAtlas anzeigen:
Pestel Optik GbR (Dresden / Neustadt)

1. Elbtaler Unternehmer/innen-Stammtisch

Am vergangenen Mittwoch luden wir zum ersten Elbtaler-Unternehmer/innen-Stammtisch ein. Unser erster Stammtisch fand in der Gaststätte Oma in Dresden Cotta statt. Bei deftigen Essen, gutem Bier und Wein drehten sich die Gespräche um so ziemlich alles. Von Hangrasenmähern und der Möglichkeit mit Ingenieuren aus dem Elbtaler-Netzwerk eine eigene Lösung zu konstruieren, bis hin zu der Erkenntnis das selbst in den engsten Dorfsiedlungen man sich nicht kennt.

Es ist immer wieder überraschend, wie gut man sich bei Essen und Geselligkeit kennen lernen kann, und Namen aus Listen und Emails nun auch ein Gesicht bekommen.

Es hat Spaß gemacht und es wird sich wiederholen. Beim nächsten mal in einem anderen Stadtteil.

Unternehmerstammtisch und PlauderBar

Am 20. Februar um 19 Uhr findet ein erster Elbtaler-Unternehmerstammtisch statt, zu dem Elbtaler-Mitgliedsunternehmen und interessierte Unternehmerneulinge willkommen sind. Unternehmer, die noch nicht Elbtaler-Mitglied sind, sind ebenfalls herzlich willkommen! Wir bitten jedoch um Anmeldung bei Michael Jancker, damit wir ausreichend Platz organisieren können: ed.rekcnajnull@noitkurtsnok

Eine Woche vorher, am 13. Februar, gibt es ab 19:30 Uhr wieder eine PlauderBar im Alten Wettbüro, bei der ungezwungen über den Elbtaler und verwandte Themen gesprochen werden kann. Der Abend ist offen für alle und dient der allgemeinen Vernetzung in der Stadt.

Rückblick: Mitgliederversammlung

Am vergangen Mittwoch fand die Jahresmitgliedsversammlung des Fördervereins Elbtaler e.V. statt. Mit 40 Teilnehmern und einem spannenden Programm war der Abend reichlich gefüllt.

Im ersten Teil der Veranstaltung wurde die aktuelle Entwicklung des Elbtalers vorgestellt und welche Ziele 2012 erreicht wurden. Mit Danksagungen einzelner Mitglieder wurde der Vorstand für seine Arbeit im abgeschlossene Jahr entlastet.

Der Elbtaler-Schein war der Schwerpunkt im zweiten Teil des Abends. Der Vorstand präsentierte ein Konzept, wie der geplante Elbtaler-Schein funktioniert, welcher finanzielle Aufwand mit seiner Einführung gestemmt werden muss und wo der Finanzierungsansatz liegt. In der anschließenden Diskussion wurden zwei Ziele formuliert: die Finanzierung des Elbtaler-Scheins und die Gewinnung weiterer Unternehmen.

Zum Abschluss entschied die Mitgliederversammlung die Anhebung des Mitgliedsbeitrags für teilnehmende Unternehmen. Damit soll die Arbeit am Elbtaler langfristig gefestigt werden. Zusätzlich soll mit der Schaffung eines Unternehmer-Stammtisches das bestehende Netzwerk gefestigt werden und die Unternehmen untereinander sich besser kennen lernen.

Zum Ende des Abends fanden sich alle am Buffet wieder, um sich in spannenden Gesprächen auszutauschen, sei es über die nächsten Schritte des Elbtalers oder auch über mögliche Geschäftskontakte.

Für alle war es ein gelungener Abend.

Rückblick 2012

aktuelle Zahlen

der Elbtaler-Schein

vorgestellt: Reichelt die Einrichter

Gegenwärtig akzeptieren etwa 35 Unternehmen in der Region Dresden den Elbtaler. Hier stellen wir Sie Ihnen vor.

Gemeinsam mit Jörg und Manuel Reichelt ist René Ebert Geschäftsführer von Reichelt – Die Einrichter. Der Parkettlegermeister stellt das Unternehmen vor und erzählt, weshalb er beim Elbtaler mitmacht.

ELBTALER: Als eingetragenes Unternehmen im RegionalAtlas akzeptieren „Reichelt die Einrichter“ den Elbtaler. Welche Dienstleistungen und Produkte verkaufen bzw. bieten Sie an?

Herr Ebert: Wir bieten unseren Kunden eine hochwertige Innenraumausstattung und –gestaltung. Mit einem exklusiven Angebot an Stoffen, Parkett und Bodenbelägen, klassischer und moderner Polsterei sowie Lichtkonzepte können wir Kundenwünsche erfüllen. Unsere Beratung und Planung zu Raumkonzepten wird individuell und ganzheitlich umgesetzt, die solide handwerkliche Ausführung erfolgt ganz im Sinne der Kunden.

ELBTALER: Seit wann gibt es Ihr Unternehmen und wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie?

Herr Ebert: Unser Unternehmen führt das Handwerk in einer Familie seit 1837. Dieses Jahr feiern wir unser 175. Firmenjubiläum. Wir verstehen uns als generationsübergreifendes Unternehmen mit derzeit 27 Mitarbeitern, davon allein 6 Handwerksmeister und 5 Auszubildende.

ELBTALER: Haben Sie eine Philosophie in Ihrem Unternehmen? Was zeichnet Sie besonders aus?

Herr Ebert: Durch Offenheit und menschlichen Umgang mit Kunden, Geschäftspartnern und im innerbetrieblichen Miteinander erleben wir mit Freude unsere Erfolge. Wir leben und arbeiten mit der Erfahrung des christlichen Glaubens unserer Väter. „Unser täglich Brot gib uns heute – wir sind dankbar für jeden Tag.“ Dieser Glaube bestimmt unser täglich Sein für eine nachhaltige und friedliche Lebens- und Wirtschaftsform auf unserer Erde.

ELBTALER: Wer sind Ihre Kunden? Warum kommen diese ausgerechnet zu Ihnen? Welche Bedeutung hat der persönliche Kontakt zu Ihren Kunden?

Herr Ebert: In der Regel stellen unsere Kunden den Erstkontakt über das Internet her. Der überwiegende Teil unserer Kundschaft sind dabei Privatkunden. Für Sie übernehmen wir in vielen Fällen die klassische Zweitrenovierung. Unsere Kunden sind durch Job und Alltag oft stark eingebunden, sodass Sie unser Unternehmen für einen Komplettservice mit Beräumung und Renovierung beauftragen. Auftraggeber sind aber auch Geschäftskunden, d.h. mittlere und kleinere regionale Hotels oder historische Gebäude. In unserer Referenzliste stehen zum Beispiel das Hotel Taschenbergpalais Kempinski Dresden und die Semperoper Dresden.

ELBTALER: Beziehen Sie Zulieferleistungen von anderen Unternehmen? Wo sitzen diese Unternehmen?

Herr Ebert: Ja, wir arbeiten auch mit Partnerunternehmen zusammen. Diese sind ausschließlich regional ansässig.

ELBTALER: Wie sehen Sie die Entwicklungen in Ihrem Tätigkeitsfeld? Welche Trends werden hier an Relevanz gewinnen?

Herr Ebert: Wichtige Themen mit zunehmender Bedeutung sind Nachhaltigkeit und Qualität. Die Nachfrage nach Holzböden und Polstereihandwerk (z.B. Massivholzgestelle) steigt. Wir beobachten ein verstärktes Interesse an hochwertigen und langlebigen Rohstoffen.

ELBTALER: Wie stark spüren Sie die Auswirkungen des derzeit häufig diskutierten Fachkräfte-mangels?

Herr Ebert: In unserer Branche ist dieses Thema sicher spürbar. Um dem Fachkräftemangel vorzubeugen, sind in unserem Unternehmen Mitarbeiter mehrerer Generationen beschäftigt. Damit gewährleisten wir eine kontinuierliche Weitergabe von (Fach)Wissen. Wir legen sehr viel Wert auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung unserer Auszubildenden, die nach erfolgreichem Abschluss in unserem Unternehmen übernommen werden. Alle Auszubildenden kommen aus der Region.

ELBTALER: Warum machen Sie beim Elbtaler mit? Was erhoffen Sie sich für Ihr Unternehmen davon?

Herr Ebert: Ich war und bin auf der Suche nach einem Instrument, welches eine ehrliche und transparente Leistungsbezahlung ermöglichen kann. Über Recherche bin ich dabei auf den Elbtaler aufmerksam geworden. Wünschenswert wäre ein Paradigmenwechsel, der ein faires Miteinander ermöglicht. Ich erhoffe mir, dass mit dem Elbtaler verstärkt ein neues Bewusstsein geschaffen wird, sowie die Vernetzung regionaler Anbieter.

ELBTALER: Was würden Sie selbst gern gegen Elbtaler kaufen? Welches Unternehmen fehlt Ihnen noch beim Elbtaler?

Herr Ebert: Ganz eindeutig: regionale Lebensmittel! Dabei denke ich zum Beispiel an die VG Verbrauchergemeinschaft für umweltgerecht erzeugte Produkte eG.

ELBTALER: Vielen Dank für das ausführliche Interview!

Interview: Manuela Weiße

dieses Unternehmen im RegionalAtlas anzeigen:
Standort Dresden / Strehlen
Standort Höckendorf / OT Ruppendorf

Jahresmitgliederversammlung 2012/2013

Der Förderverein Elbtaler e.V. lädt zur öffentlichen Mitgliederversammlung 2012/2013 ein. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 16.01.2013, ab 19:00 Uhr im Haus an der Kreuzkirche (An der Kreuzkirche 6, 01067 Dresden) im Raum „Collum“ statt.

Die Tagesordnung umfasst folgende Punkte:

19:00 Uhr Einlass

Formeller Teil

19:30 Uhr Top 1 Rückblick 2012: Wie hat sich das Projekt Elbtaler entwickelt?
19:50 Uhr TOP 2 Finanzen: Entwicklung 2012 und aktueller Stand
20:05 Uhr TOP 3 Entlastung des Vorstands durch die Mitgliederversammlung

Strategie – Teil

20:15 Uhr TOP 4 Strategie 2013
a) Elbtaler-Scheine
b) Öffentlichkeitsarbeit/Unternehmerstammtisch
c) Erarbeitung weiterer Ziele/Aktivitäten
21:15 Uhr TOP 5 Beitragsordnung: Anpassung Mitgliedsbeitrag

21:30 Uhr Ende offizieller Teil



Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Kennenlernen sowie zu Gesprächen mit den anwesenden Mitgliedern und dem Vorstand bei Keksen, Saft und Glühwein.

Zur besseren Planung wird um Ihre Rückmeldung gebeten: ed.relatblenull@relatble

Vorbereitung Mitgliederversammlung

Vergangene Woche trafen sich der Vereinsvorstand sowie vier freiwillige HelferInnen des Elbtaler e.V., um die Ziele für das Jahr 2013 zu diskutieren sowie alle TeilnehmerInnen über den aktuellen und persönlichen Stand zu informieren.

Ein Hauptthema war der von vielen Seiten gewünschte Scheindruck. Viele Mitglieder möchten den Schein, da dieser sehr ansprechend für Privatverbraucher ist und den gewohnten Umgang mit Geld darstellt. Der Schein ist also attraktiv und werbewirksam. Gleichzeitig aber verursacht er einen großen logistischen und finanziellen Aufwand, der derzeit noch nicht gedeckt werden kann.

Das zweite große Thema war die Mitgliederversammlung: Hier sollen sich bereits angemeldete Unternehmer persönlich kennen lernen und Interessierte informiert werden. Des weiteren soll eine Lösung gefunden werden, um den Scheindruck realistisch zu gestalten. Außerdem werden effiziente Methoden angestrebt, um Unternehmen zu werben. So sollen Wirtschaftskreisläufe entstehen und so der Elbtaler lukrativ gemacht und zum Fließen gebracht werden.

Aufgaben wurden zugewiesen und die TeilnehmerInnen verteilten sich in alle Himmelsrichtungen, um sich an die Vorbereitungsarbeiten für die Mitgliederversammlung zu machen. Diese wird voraussichtlich am Mittwoch, den 16. Jahuar 2013 um 19:30 Uhr stattfinden. Alle bereits eingetragenen, aber auch potenziellen Vereinsmitglieder sowie anderweitig am Elbtaler Interessierte sind herzlich dazu eingeladen.


Mitmachen als Unternehmen Elbtaler-Ausgabestellen FAQ Teilnehmerheft Regionalatlas Denk an deinen Beutel!

Zahlen des Elbtalers

  • teilnehmende Unternehmen:
    55
  • teilnehmende Vereine:
    4
  • Elbtaler auf den Online-Konten:
    14.446,74 ET
  • Elbtaler-Gutscheine im Umlauf:
    1.386 ET

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